Grundsätzlich denke ich, ist Herr Gauck schon ein geeigneter Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten.
Bisher ist er ja auch der einzige.
Was mir aber richtig Kopfschmerzen macht, das sind seine ungeordneten privaten Verhältnisse.
Ich frage, mich, welches Sodom und Gomorrha möchte da im Schloss Bellevue Einzug halten.
Herr Gauck lebt seit vielen Jahren von seiner Ehefrau getrennt, ist jedoch nicht geschieden.
Ebenso führt er eine langjährige Beziehung mit einer Dame.
Soweit , so gut, solange er dies alles als Privatmann lebt, interessiert dies keine Sau.
Nun soll er aber an die Spitze unseres Staates und da sieht die ganze Geschichte doch etwas anders aus.
Wie ich lesen konnte, hatte er bereits 2010, als er das erste Mal für dieses hohe Amt kandidierte, verkündet:
Sollte er gewählt werde, so ließe er sich sofort scheiden und er würde sofort seine Lebensgefährtin ehelichen.
Nun steht er wieder vor dem “Problem”.
Wobei ich der Meinung bin, er hätte seine persönlichen Verhältnisse inzwischen ganz entspannt regeln können, wenn er dies gewollt hätte. Scheinbar hat er aber triftige Gründe, weshalb eine Scheidung für ihn nicht in Frage kommt … bisher.
Gesetzt den Fall, er würde diesmal gewählt werden, muß er dann eigentlich zwangsweise eine Ehefrau vorweisen?
Ist dies eine Voraussetzung für so ein Amt?
Oder kann es auch einen getrennt lebenden Bundespräsidenten geben, der keine First Lady zur Seite hat?
Wird gar die amtierende Ehefrau als adäquate Begleitung reaktiviert, damit im Ausland die Protokollchefs nicht massenweise Selbstmord begehen?
Wie muss sich eine “Fernbeziehung” fühlen, die aus Staatsräson einen Heiratsantrag bekommt, frage ich mich.
Möchte man das als Frau?
Vielleicht bin ich auch nur so altmodisch, dass ich mir einbilde, ich will aus Liebe geheiratet werden und nicht, weil eine bestimmte Position das von mir fordert.
Gespannt sehe ich dem entgegen, was Herr Gauck in dieser Sache veranstaltet.
Neuer Amtssitz, neues Büro, neue Frau?